Ein Diskussionsworkshop für Studierende, Forschende und Lehrende, die Übersetzungstechnologie nicht nur anwenden, sondern kritisch verstehen wollen.
Digitale Technologien verändern nicht nur Werkzeuge, sondern auch Zeit, Arbeit und professionelle Handlungsspielräume. Maschinelle Übersetzung, KI-gestützte Workflows, Post-Editing, Plattformarbeit und Translation-Management-Systeme versprechen Effizienz, Geschwindigkeit und Produktivität. Doch was bedeutet diese Beschleunigung für Übersetzer:innen und Dolmetscher:innen? Wird Arbeit tatsächlich erleichtert – oder nur verdichtet, fragmentiert und messbarer gemacht?
Der Diskussionsworkshop Beschleunigung, Akzelerationismus und Übersetzungstechnologien bringt kritische Theorie, Technikphilosophie und Translationswissenschaft miteinander ins Gespräch. Ausgehend von Hartmut Rosas Theorie der sozialen Beschleunigung diskutieren wir, wie technologische Innovation, ökonomischer Druck und digitale Arbeitsorganisation neue Formen von Zeitlichkeit, Professionalität und Verantwortung hervorbringen.
Im Zentrum steht die Frage, ob Übersetzen unter den Bedingungen von KI, Plattformisierung und Automatisierung noch als kritische Praxis der Vermittlung verstanden werden kann – oder ob es zunehmend einer Logik von Geschwindigkeit, Effizienz und quantifizierbarer Leistung unterworfen wird.
Organisiert von Manuel de la Cruz Recio von der Universidad de Salamanca, mit Unterstützung von Stefan Baumgarten.
Vor Teilnahme wird gebeten, sich mit dem geplanten Aufbau der Diskussion und zwei Schlüsseltexten vertraut zu machen – das Dokument ist hier abrufbar.
Online-Teilnahme ist ebenfalls möglich unter:
https://uni-graz.zoom.us/j/2107279160?pwd=aGdmSGtHdkhsRUh5OTNUa2J0MFB6dz09
Danach gibt es die inoffizielle Eröffnung der C3T Group (Critical Theory of Translation Technology) – wer uns, Manuel und Stefan, zur inoffiziellen Post-Workshop-Eröffnungssause begleiten möchte, ist herzlich willkommen!