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ITAT-News 16.06.2026
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Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,
der Newsletter wird immer länger und deshalb meine Einleitungsworte immer kürzer. Das ist wahrscheinlich auch gut so, denn Ihr sollt ja noch all die spannenden Rückblicke und Ausblicke auf unsere Veranstaltungen lesen.
Es ist schon beeindruckend, wie aktiv wir als Lehrende sind und wie viel sich bei uns am Institut bewegt. Mit dieser kollektiv proaktiven Einstellung kann die Zukunft kommen.
Die neuen Curricula befinden sich nun auch auf der Zielgeraden ihres ersten akademischen Jahres, und wir lernen kontinuierlich aus den bisherigen Erfahrungswerten. Wichtig bleibt in jedem Fall, dass wir weiterhin offen für neue Lehr- und Lernformate sowie für digitale Zugänge bleiben.
In diesem Sinne wünsche ich allen schon jetzt einen angenehmen Semesterendspurt und eine möglichst gute Prüfungszeit!
Herzliche Grüße, Stefan Baumgarten
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Poesie und Tangoklänge am ITAT: Translation Talks: Die Poesie des Tango übersetzen. Ein kollaborativ–kreatives Lehrprojekt
Am 6. Mai 2026 wurde der Simultanübungsraum der Universität Graz zum Treffpunkt für Tango, Poesie, Musik und Translation: Im Rahmen der Reihe Translation Talks mit Buchpräsentation lud die Veranstaltung Studierende, Lehrende, Tangobegeisterte und die, die es noch werden wollen, unter ein Dach ein.
Gemeinsam mit der argentinischen Dichterin und Performerin Lucia „La Luli“ Spano, den Lehrenden Susanna Yeghoyan, Mario Wagner, Marie-Theres Gruber sowie engagierten Studierenden entstand ein Dialog über Sprache, Rhythmus und kulturelle Übersetzung. Zwischen Bandoneonklängen von David Ludwig, poetischen Lesungen und spannenden Einblicken in die Übersetzungsarbeit wurde deutlich, wie eng Tango, Literatur und gesellschaftliche Entwicklungen miteinander verwoben sind.
Besonders bereichernd war die enge Zusammenarbeit zwischen Autorin, Lehrenden und Studierenden, die das Projekt zu einem lebendigen Beispiel kollaborativer Translationspraxis machte.
Die zweisprachige Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, dass Übersetzen weit mehr ist als sprachliche Übertragung – nämlich ein kreativer, vielschichtiger Austausch. Es wird außerdem gemunkelt, dass es am Ende nicht nur bei Worten und Musik blieb: Beim Ausklang soll sogar noch das Tanzbein geschwungen worden sein.
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Gemeinsame Lehrveranstaltung von HU und EN
Auf Einladung von Edina Dragaschnig war Kollegin Georgette Hauzenberger am ITAT zu Gast. In einem Gespräch mit den Lehrenden Dragaschnig, Glatzhofer und Gruber berichtete sie von ihrem beruflichen Werdegang und ihren Erfahrungen als gerichtlich beeidete Dolmetscherin. Dabei teilte sie nicht nur spannende Einblicke in ihren Berufsalltag, sondern auch einige humorvolle Anekdoten und schilderte offen, wie sie mit belastenden Situationen umgeht. Der Appell an die Studierenden, selbst eine gerichtliche Beeidung anzustreben, durfte dabei natürlich nicht fehlen und scheint bei einigen Studierenden echtes Interesse an diesem Berufsbild geweckt zu haben.
Studierende der Dialogdolmetschkurse Englisch und Ungarisch sowie Englisch Vortragsdolmetschen in exemplarischen Settings dolmetschten das Gespräch konsekutiv, während die Teilnehmenden der Lehrveranstaltung Englisch: Themen, Texte, Modi (Sim) die Simultandolmetschung übernahmen. Die Aufgabe wurde von allen Beteiligten gut gemeistert – nicht zuletzt dank des Vorbereitungsmaterials, das zur Verfügung gestellt worden war. Die Veranstaltung bot somit eine wertvolle und zugleich motivierende Übungsmöglichkeit für angehende Dolmetscher:innen.
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TRIBUNA 2026: 50 Jahre Iberoamerika in Graz
5 Festivaltage mit Programm auf 5 Sprachen an 5 Festivalstätten zur Feier von 50 Jahren Beziehungen zwischen Iberoamerika und Graz:
Die dieses Jahr jubiläumsbedingt ganz besondere Ausgabe des TRIBUNA-Festivals bot wie immer eine Einladung nach Iberoamerika, ohne Graz zu verlassen. TRIBUNA 2026 fand von 18. bis 22. Mai in Graz statt und wurde wieder vom Iberoamerica Institut in Kooperation mit dem Institut für Translationswissenschaft, dem Institut für Romanistik und dem Zentrum für Inter-Amerikanische Studien organisiert.
Diese Einladung umfasste unter anderem eine Schulrallye mit über 160 Schüler:innen aus Graz und der ganzen Steiermark, eine internationale Konferenz mit Vorträgen auf drei Sprachen und Simultandolmetschung von Studierenden in vier Sprachen, zwei Führungen durch das Fachbibliothekszentrum Wall mit Dolmetschung von Studierenden, ein von Studierenden untertitelter Dokumentarfilm mit anschließender Diskussion mit dem Regisseur, gedolmetscht von Studierenden, Workshops, einen interkulturellen iberoamerikanischen Markt, Verkostungen, Kinderprogramm, Ausstellungen, den zweiten TRIBUNA-Tanzkongress sowie Konzerte am Wall, im Orpheum und auf der Murinsel.
Der Livestream der TRIBUNA-Konferenz, Fotos und der gesamte Bericht können hier nachgesehen werden: https://www.lai-stmk.at/tribuna-2026/
Wir freuen uns schon auf TRIBUNA 2027 zum Thema Peru! ¡Nos vemos allí!
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Filmvorführung mit Regisseur Ádám Breier
Im Rahmen des TRIBUNA Festivals wurde am ITAT der Film „Havana, one way“ des Regisseurs Ádám Breier gezeigt. Die deutschen Untertitel zum Film wurden von Studierenden aus den Lehrveranstaltungen von Edina Dragaschnig und Michael Hutterer erstellt.
Besonders erfreulich war, dass der Regisseur selbst anwesend war und sich im Anschluss an die Vorführung den Fragen der Übersetzer:innen und des Publikums stellte. Das Interview wurde von einer Ungarisch-Studierenden auf Deutsch geführt; gedolmetscht wurde es von zwei Englisch-Studierenden, die die deutschen Fragen und englischen Antworten souverän und mit großer Sprachkompetenz vermittelten.
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Führung durch die Wall-Bibliothek
Ebenfalls im Rahmen von TRIBUNA lud die Wall-Bibliothek zu einer Führung ein, die von Studierenden des Dialogdolmetschkurses Englisch gedolmetscht wurde. Frau Landl gewährte den Teilnehmenden interessante Einblicke in den Aufbau der Bibliothek, ihre Bestände sowie ihre vielfältigen Aufgaben im universitären Alltag.
Für die Studierenden bot die Veranstaltung eine ausgezeichnete Gelegenheit, ihre Dolmetschkompetenzen in einem authentischen und anspruchsvollen Setting anzuwenden. Ein herzlicher Dank gilt Frau Landl für die engagierte Führung, ihre Offenheit und die Zeit, die sie sich für die Studierenden genommen hat.
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Führung durch die Stadtbibliothek Graz
Doch dies war nicht der einzige Bibliotheksbesuch – im Rahmen der Kooperation mit der Stadtbibliothek Graz dolmetschten Studierende der LVen Dialogdolmetschen Englisch und Spanisch auch eine Führung in der Zweigstelle Ost am Schillerplatz.
So erfuhren wir, dass die Stadtbibliothek nicht nur Bücher, CDs und dergleichen verleiht, sondern passend zum endlich beginnenden Sommerwetter im Rahmen von DINGEBORG auch Dinge, wie beispielsweise Stand-Up-Paddel-Boards.
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Vom Seminarraum ins Museum: ITAT-Studierende auf den Spuren von „AUFBRUCH! Kärnten ↔ Steiermark“
Am Dienstag, den 19. Mai 2026, besuchten Studierende der ITAT-Fachbereiche Ungarisch und Französisch die Ausstellung „Aufbruch! Kärnten ↔ Steiermark“ im Museum für Geschichte (Joanneum Graz). Organisiert wurde der Ausflug von Mag. Claus Michael Hutterer, PhD. Begleitet wurde die Gruppe von Anne Durand (Fachbereich Französisch) sowie den Gästen der Eötvös-Loránd-Universität (ELTE) Szombathely: Lehrstuhlleiter Dr. László Kovács, der im Rahmen des Erasmus+ Staff Mobility Programms am Institut zu Gast war, und Assistenzprofessorin Dr.in Viktória Szőke.
Der Besuch wurde vorab in den jeweiligen Lehrveranstaltungen thematisch vorbereitet. Frau Dr. Bettina Habsburg-Lothringen, Leiterin der Abteilung Kulturgeschichte, führte die Gruppe ebenso kompetent wie unterhaltsam durch die Räumlichkeiten und beantwortete alle Fragen ausführlich. Zudem gab sie detaillierte Einblicke in den Entstehungsprozess einer solchen Schau. Die Studierenden erfuhren viel über die Arbeit im Hintergrund – von der ersten Idee über die Suche nach Leihgaben bis hin zur Gestaltung von Proberäumen.
Die Erfahrungsberichte der Teilnehmenden fielen überwiegend positiv aus. Viele können sich vorstellen, später einmal Ausstellungstexte für Audioguides, Kataloge oder Websites zu übersetzen. Das Kuratieren einer solchen Schau wird dagegen als bedeutend größere Herausforderung wahrgenommen. Mehrere Studierende gaben an, in Zukunft mit der Koralmbahn nach Klagenfurt fahren zu wollen, um sich im dortigen Kärnten Museum den zweiten Teil der Ausstellung anzusehen.
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Neuigkeiten aus der AG Sprach- und Translationsdidaktik
Am 21. Mai veranstaltete die AG Sprach- und Translationsdidaktik einen Vortrag von Eva Seidl zu TILLT im Kontext von fachsensibler Hochschuldidaktik, mit regem Austausch und vielen Anregungen.
Der Termin für die nächste Veranstaltung steht auch schon fest: am 15. Oktober 2026 wird Astrid Schmidhofer (Universität Innsbruck) über ihre Forschung zu translationsorientierter Sprachlehre berichten.
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Rigorosum von Julia Kölbl
Am Dienstag, den 2. Juni 2026, fand das Rigorosum von Julia Kölbl, BA MA, statt. Der Titel ihrer Dissertation lautet „Wer sich nicht bewegt, spürt ihre Fesseln nicht.“ Frauenrechtsaktivistinnen als Übersetzerinnen im deutschsprachigen Raum, 1848–1918. Nach einer beeindruckenden Präsentation der prägnantesten Erkenntnisse ihrer ausgezeichneten Dissertation stellte sich Julia Kölbl souverän den Fragen der Prüfungskommission, bestehend aus Michaela Wolf, ihrer Betreuerin, Nadja Grbić, ihrer Zweitbegutachterin, und Pekka Kujamäki. Den Vorsitz führte Stefan Baumgarten.
Wir gratulieren ganz herzlich und wünschen Julia für ihre weiteren Pläne nur das Beste!
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Creative Writing Workshop
„Sprachen verbinden – Sprachen schaffen Menschlichkeit“
Am 9. Juni 2026 fand ein sehr erfolgreicher Workshop mit Studierenden, Alumni und Lehrenden des ITAT statt, der von Sabine Mair (Lehrbeauftragte in Englisch) und Sophia Felsinger (MA-Studierende) geleitet wurde. Die dabei entstandenen Kurzprosatexte, Gedichte und ihre Übersetzungen werden im Rahmen des Grazer Sprachenfests am 25. September 2026 an den Wänden des Graz Museums in Form von Pflückgedichten ausgestellt.
Die Texte beschäftigen sich mit Sprache als Brückenschlagen, Teil der eigenen Identität und Begegnungsraum. Der Workshop wurde in Kooperation mit dem Grazer Sprachennetzwerk und dem Europäischen Fremdsprachenzentrum veranstaltet.
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Schneesturm: Veranstaltung und Lesung mit BA-Studierenden des KS Russisch: Translatorische Basiskompetenzen
- Wann: Montag, 22. Juni 2026, 18:30 Uhr
- Wo: ITAT, UR 33.1.102
Ein Projekt zum Dialog zwischen der russischen Literatur und dem deutschen Theater, zwischen der russischen und der deutschen Sprache und über russische Begriffe, die sich ins Deutsche nicht übersetzen lassen – oder vielleicht doch?
Inspiriert von der You-Tube-Produktion der russischen Journalistin Ekaterina Gordeewa und darin enthaltenen Ausschnitten aus der Theaterproduktion „Schneesturm“ am Düsseldorfer Schauspielhaus, den Interviews mit dem Autor Wladimir Sorokin, dem Regisseur Kirill Serebrennikow und dem Schauspieler August Diehl laden Studierende des KS Russisch: Translatorische Basiskompetenzen 2b zu einem Abend ein, an dem sie wiederkehrende Begriffe und Konzepte aus der russischen Kultur einordnen, hinterfragen und zur Diskussion stellen werden.
Am Ende der Veranstaltung werden sie Alexander Puschkins Erzählung Метель (Schneesturm)in ihren Übersetzungen vortragen.
Der Schneesturm | D’haus - Düsseldorfer Schauspielhaus
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Coimbra Group Summerschool on European Multilingualism
- Wann: 22.06. – 28.06.2026
- Wo: Universität Pavia
Insgesamt 64 Studierende von acht Coimbra Group Universitäten werden in Pavia Sprachkurse in großen europäische Sprachen wie Deutsch, Italienisch, Spanisch, Französisch und BKS absolvieren, zusätzlich werden mit Kurdisch, Romani und Ladinisch auch Minderheitensprachen angeboten.
Vervollständigt wird das umfangreiche Programm durch Einheiten in Sprach- und Translationswissenschaft, Mehrsprachigkeit und Kultureller Mediation. Das ITAT ist auch 2026 wieder vertreten: drei Studierende werden in Begleitung von Agnes Grond an der Summerschool teilnehmen.
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Abschlussveranstaltung des Forschungsprojekts „Frauen-Translation-Aktivismus in deutschsprachigen Ländern, 1848–1933“
- Wann: Dienstag, 23. Juni 2026, 18:30 Uhr
- Wo: UNICORN Conference Deck, Schubertstraße 6a, 8010 Graz
Angesichts der Jahreszeit empfehlen wir, bei Bedarf einen Fächer oder Ähnliches mitzubringen. Für zusätzliche Abkühlung ist vor Ort gesorgt.
Weitere Informationen zur Veranstaltung entnehmt bitte der Projekthomepage: https://translationswissenschaft.uni-graz.at/de/unsere-forschung/forschungsprojekte/#c582873
Wir würden uns sehr freuen, Sie/Euch dort begrüßen zu dürfen.
Mit lieben Grüßen, Julia Kölbl und Pekka Kujamäki
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Translation Talks: Mehr sehen, mehr verstehen: Der Mehrwert von Übertiteln
- Wann: Mittwoch, 24. Juni 2026, 18:00–20:00 Uhr
- Wo: Salon des Schauspielhauses Graz, Hofgasse 11, 8010 Graz
Übertitel können Vielfalt und Verständnis auf der Bühne fördern. Sie tragen dazu bei, Theater für ein diverses Publikum zu öffnen.
In einem performativen Gespräch berichten Studierende der Translationswissenschaft, die Lehrenden Zrinka Primorac Aberer und Dijana Tockner Glova sowie Theaterpraktiker:innen vom Übersetzungsprozess rund um das Theaterstück Kafana Beisl Culture Clash von Sandy Lopičić, das ins Bosnische, Kroatische und Serbische übersetzt wurde.
Diese Kooperation zwischen dem Grazer Schauspielhaus und dem Institut für Translationswissenschaft ermöglicht spannende Einblicke in ein neues Berufsfeld, in dem sich Studierende kreativ und kritisch mit Sprache sowie ihrer sprachlichen Identität auf der Bühne auseinandersetzen.
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Gastvortrag von Manuel de la Cruz Recio: Die Nicht-Singularität der Übersetzerin und des Übersetzers. Kritische Techniktheorie und die Frage nach der menschlichen Translation
- Wann: Donnerstag, 25. Juni 2026, 17:00 Uhr
- Wo: ITAT, UR 33.1.010
- Wer: Manuel de la Cruz Recio, Translations- und Dolmetschwissenschaft an der Universität Salamanca
Aktuelle Debatten über künstliche Intelligenz und Translation werden häufig als Gegensatz zwischen Mensch und Maschine dargestellt. Diese Gegenüberstellung verdeckt jedoch grundlegendere Fragen nach Technik, Vermittlung, Handlungsmacht und den gesellschaftlichen Bedingungen translatorischer Praxis. Ausgehend von der Tradition der Kritischen Techniktheorie – von der Frankfurter Schule bis zu Andrew Feenberg – untersucht der Vortrag die Rolle von Technologie in der modernen Gesellschaft, um die Stellung der Übersetzerin und des Übersetzers im Zeitalter der KI neu zu denken.
Der Vortrag vertritt die These, dass Übersetzerinnen und Übersetzer niemals vollständig autonome Subjekte waren, die unabhängig von technischen und sozialen Bedingungen handeln. Translation war stets in komplexe Netzwerke technischer, institutioneller, kultureller und ökonomischer Vermittlung eingebettet. Aktuelle Entwicklungen im Bereich der künstlichen Intelligenz stellen daher keinen radikalen Bruch dar, sondern können als Fortsetzung historischer Prozesse der Rationalisierung, Optimierung und Technisierung verstanden, werden. Vor diesem Hintergrund wird das Konzept der Nicht-Singularität vorgeschlagen.
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Universität Graz
Universitätsplatz 3
8010 Graz
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