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Körperlich-räumliche Aspekte gedolmetschter Interaktion im Gericht

am 14.01.2019, 17.30 Uhr im SU 33.0.008, Merangasse 70, EG

Dr.in Tuija Kinnunen (*1969), Studium der Richtungen Übersetzen Deutsch-Finnisch, Internationale Politik und Kunstgeschichte an der Universität Tampere, Abschluss 1997; Arbeit als Übersetzungskoordinatorin (1997 – 1998); Promotion im Bereich der Translationswissenschaft an der Universität Tampere (2006); seit 2013 Privatdozentin für Translationswissenschaft an der Universität Helsinki. Universitätslektorin für deutsch-finnische Translation an der Universität Helsinki seit 2012. Veröffentlichungen zu Fragen des Übersetzens und Dolmetschens im Bereich der Rechtskommunikation.

Körperlich-räumliche Aspekte gedolmetschter Interaktion im Gericht

Translatorisches Handeln und die interprofessionale Kooperation im Kontext des Gerichtsdolmetschens in Finnland

Körperlich-räumliche Aspekte gedolmetschter Interaktion im Gericht

Der Translationsdiskurs wurde in Finnland in den letzten Jahren besonders durch knapper werdende öffentliche Gelder geprägt und führte zu einem harten Wettbewerb unter nicht-staatlichen Agenturen. Gleichzeitig wird unter diesen Bedingungen der Einsatz von Video- und Telefondolmetschungen forciert, stellen diese doch eine kostengünstigere Variante des Dolmetschens dar. Darüber hinaus können Dolmetscher ihre Arbeit ortsungebunden und effizienter durchführen.

In diesem Kontext sind zunächst einige grundlegende physische Faktoren zu erörtern: welche Bedeutung hat die physische Anwesenheit einer/eines Dolmetscherin/s im Gerichtssaal für anderssprachige Personen? Welche Spannungsverhältnisse entstehen, wenn das Opfer nicht seine Muttersprache verwenden kann und sich mit dem/der Dolmetscher/in durch eine Lingua Franca verständigen muss? Wie übertragen sich diese Spannungsverhältnisse auf der körperlich-räumlichen Dimension?"

Im Vortrag werden Beispiele analysiert, die den Einsatz von gestisch gebrauchten deiktischen Ausdrücken zum Gegenstand haben und körperliche Aspekte des Dolmetschens bei der gegenseitigen audiovisuellen Wahrnehmung in der Kommunikation hervorheben. Dafür wird auf die Untersuchung eines strafrechtlichen Verfahrens zurückgegriffen, bei dem aus dem Finnischen ins Französische gedolmetscht wurde.

Anhand der gezeigten Beispiele sollen neue Aspekte der physischen Präsenz von Dolmetschern/innen im Gerichtsverfahren erörtert werden. Ziel des Vortrags ist zu beweisen, wie die physische Anwesenheit eines/r Dolmetschers/in auf Wesen und Ausprägung der Kommunikation einwirkt. Räumliche und kommunikative Aspekte stehen somit in einem wechselseitigen Spannungsverhältnis.

Institutsleiter

Univ.-Prof. Dr.

Pekka Kujamäki

Telefon:+43 316 380 - 2673

Stellvertretende Institutsleiterin

Ao.Univ.-Prof. Mag. Dr.phil.

Nadja Grbic

Telefon:+43 316 380 - 2678

Kontakt

Sekretariat
Merangasse 70/1 8010 Graz
Telefon:+43 (0)316 380 - 2665; 2666
Fax:+43 (0)316 380 - 9785

Parteienverkehr Sekretariat:
Di - Do 09:30 - 12:00 Uhr
Di + Do 14:00-15:00 Uhr
nicht an LV-freien Zeiten!

Prüfungsreferentin
Andrea Penz:
Mo - Mi 09:30 - 12:00 Uhr
Mo + Di 13:30 - 15:00 Uhr



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