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ITAT-News 15.10.2026

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich begrüße euch alle herzlich zum neuen Semester und freue mich, euch unseren ersten Newsletter in diesem akademischen Jahr zu präsentieren! Es ist für mich immer wieder erstaunlich, wie viel an unserem Institut passiert und wie vielfältig die Aktivitäten und Entwicklungen sind, die unseren Institutsalltag bestimmen. Auch diesmal gibt es wieder einiges zu berichten!

Mit Şebnem Bahadır-Berzig übernimmt eine Kollegin aus unseren Reihen das Vizerektorat für Internationalisierung und Gleichstellung an der Universität Graz. Das ist eine wunderbare Nachricht für unser Institut! Wir gratulieren Şebnem herzlich zu ihrer neuen Funktion und wünschen ihr viel Erfolg und Freude bei den neuen Aufgaben!

Ebenfalls haben wir nun mit Amir Dini einen neuen Kollegen gewonnen, der uns künftig in den Bereichen IT, AV-Technik und Dolmetschtechnik unterstützen wird. Wir heißen Amir herzlich willkommen und freuen uns auf die Zusammenarbeit! Ihr erreicht ihn unter amir.dini@uni-graz.at oder telefonisch unter der Durchwahl 8312.

Schon seit einiger Zeit gibt es am ITAT das KGL-Café, einen offenen Treffpunkt für alle Lehrenden, die sich in entspannter Atmosphäre austauschen und besser kennenlernen möchten. Ob Fragen zur Lehre, Neuigkeiten aus dem Institutsalltag oder einfach ein gemütlicher Plausch bei einer Tasse Kaffee, für all das ist jeden Dienstag von 11:45 bis 13:15 Uhr im Martin Auer am Schillerplatz Gelegenheit. Alle sind herzlich eingeladen, vorbeizuschauen!

Mit herzlichen Grüßen und den besten Wünschen für einen guten Start ins neue Semester

Stefan Baumgarten

WEITERE NEWS

Flüsterkoffer

Das ITAT verfügt nun über einen modernen Flüsterkoffer für den mobilen Dolmetscheinsatz! Dieser steht ab sofort unseren Lektor*innen und Studierenden für externe Übungszwecke bzw. Institutsveranstaltungen in kleinem Rahmen zur Verfügung. Der Koffer kann in der ITAT-Technik bei vorzeitiger Reservierung abgeholt werden.

Das Kofferset ist leicht bedienbar, hat eine Akku-Betriebszeit von über 10 Stunden und besteht aus folgenden Komponenten:

  • 1 Lade-/Transportkoffer
  • 1 Taschensender mit Nackenbügelmikrofon für den/die Dolmetscher*in
  • 1 Handfunkmikrofon für die/den Vortragende/n
  • 11 Dolmetschempfänger (10 in Verbindung mit dem Handmikrofon) für die Teilnehmer*innen
  • 11 platzsparende Einohrhörer. Diese können auch durch bequemere Kopfhörer unserer großen Dolmetschanlage ersetzt werden, passen jedoch nicht mit in den Koffer.

Anfragen dazu und Reservierung: amir.dini@uni-graz.at, DW: 8312

PUBLIKATIONEN

„Mehrsprachigkeit und KI in der öffentlichen Verwaltung“: Beitrag von David Weiss und Raquel Pacheco Aguilar

In der Ausgabe 2/26 des MDÜ, Fachzeitschrift des Deutschen Bundesverbands der Dolmetscher und Übersetzer, berichten David Weiss und Raquel Pacheco Aguilar über die Ergebnisse des Forschungsprojekts „Mehrsprachigkeit und KI in der öffentlichen Verwaltung“, das von 2024 bis 2026 an unserem Institut durchgeführt wurde. Dabei werden die Rolle von Translationstechnologien in Ämtern und Behörden, damit einhergehende Möglichkeiten und Risiken, sowie daraus abzuleitende Handlungsempfehlungen beleuchtet. Der Beitrag stellt zudem die im Rahmen des Projekts veröffentlichte und frei zugängliche Handreichung zum Thema vor: https://unipub.uni-graz.at/obvugrveroeff/content/titleinfo/13611731. Infos zur Fachzeitschrift MDÜ: https://www.bdue-fachverlag.de/detail_mdueheft/111.

“Translation (un)awareness in criminal proceedings”: Open Access-Publikation von David Weiss

In dem bei Routledge erschienenen Sammelband Exploring Translation (Un)Awareness widmet sich David Weiss der Frage, wie sich das Bewusstsein verschiedener Akteur:innen über den Stellenwert von Translation, ihre praktischen Realisierungsbedingungen und strukturellen Probleme auf die Verwirklichung translationsbezogener Verfahrensrechte bei Gerichten und Polizei auswirkt. Dabei wird auf die politische und institutionelle Ebene sowie auf positive Entwicklungen und anhaltende Herausforderungen im österreichischen Justizsystem eingegangen. Der Beitrag ist über ein Lizenzabkommen der Universität Graz frei zugänglich: 

https://www.taylorfrancis.com/chapters/edit/10.4324/9781003562498-5/translation-un-awareness-criminal-proceedings-david-christopher-weiss?context=ubx&refId=4989c719-d55d-493a-8e30-f4ed785ca4e3

„Sprachidentitäten von Studierenden in der postmigrantischen Gesellschaft“: Open Access-Publikation von Eva Seidl

In dem Open-Access Sammelband Thinking, Practising and Living Plurilingualism der Masaryk University Press kommen im Beitrag von Eva Seidl auch ITAT-Studierende zu Wort: 

https://doi.org/10.5817/CZ.MUNI.M280-0880-2026-3.

VERANSTALTUNGEN

Veranstaltungsrückblicke

Arnie Museum – Slowenisch

Im Sommersemester 2026 beteiligten wir uns im Rahmen der von Tatjana Koren geleiteten LV Translatorische Basiskompetenz (TBK DE–SL) an einem spannenden Projekt für das Arnold-Schwarzenegger-Museum in Thal bei Graz. Die Studierenden Sara Šalamun und Klavdija Tašner übersetzten Texte für einen slowenischen Audioguide und haben (mit dem Slawistik-Studierenden Enej Mertelj) die Tonaufnahmen erstellt. Unterstützung bei der sprachlichen Überarbeitung leistete Laura Fekonja Fonteyn. Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen und bot allen Beteiligten wertvolle praktische Erfahrungen im Bereich des Übersetzens. Anschließend besuchten wir das Museum und nahmen an einer Führung teil, die von Arnolds Jugendfreund und Initiator des Museums, Herrn Peter Urdl, geleitet wurde. Als besondere Anerkennung für unsere Zusammenarbeit erhielten wir außerdem ein von Arnold Schwarzenegger persönlich signiertes Foto.

28. Übersetzungsworkshop für Belletristik in Slowenien

Vom 23. bis 26. September 2026 fand in Piran und Ljubljana der 28. Übersetzungsworkshop für Belletristik von JSKD (Öffentlicher Fonds für kulturelle Aktivitäten der Republik Slowenien) und des DSKP (Verband slowenischer Literaturübersetzerinnen und Literaturübersetzer) statt. An der Gruppe für das Sprachenpaar Deutsch-Slowenisch nahmen auch die Studentinnen Sara Šalamun und Klavdija Tašner teil. Gemeinsam mit fünf weiteren Teilnehmenden übersetzten sie die Kurzgeschichte Morgendunst der Schweizer Autorin Monique Schwitter ins Slowenische. Der finalisierte Übersetzungstext wird in der Literaturzeitschrift Mentor veröffentlicht (Mentor 1, Februar 2027).

Podiumsdiskussion

Am 7. Oktober 2026 hat auf der Frankfurter Buchmesse eine Podiumsdiskussion unter Susanna Yeghoyans Moderation mit drei deutschen Verlagen stattgefunden. Es wurde darüber diskutiert, welchen Beitrag Übersetzungen aus den Sprachen der ex-sowjetischen Welt zu unserem Geschichtsverständnis leisten, und wie Literaturen aus weniger übersetzen Sprachen, wie unter anderem Armenisch, blinde Flecken auffüllen, zur Dekolonisierung beitragen und mehr Sichtbarkeit und Verständnis ermöglichen.

TILLT-Konferenz

Nach der ersten internationalen TILLT-Konferenz im Juli 2024 in Valencia fand heuer vom 8. bis 9. Oktober die zweite Konferenz in Santiago de Chile statt. Das ITAT war auch dieses Mal vertreten, und zwar mit zwei Vorträgen: “Is language-learning-and-teaching increasing the vulnerability of endagered languages?” (Agnes Grond) und “Spotlight on translation-oriented reading” (Eva Seidl).

Veranstaltungsvorschau

«ФielföлkaŠtát (äh, vielvölkastaat, oder was?)» von Ewe Benbenek – Übertitelt vom Fachbereich Ungarisch

Was passiert, wenn Mehrsprachigkeit auf der Bühne stattfindet? Und welche Rolle spielt dabei die Übersetzung? Genau das könnt ihr derzeit im Schauspielhaus Graz erleben! Deutsch, Ungarisch, Englisch, B/K/S, Italienisch, Slowenisch und Tschechisch treffen aufeinander. Verhandelt werden Fragen von Migration, Zugehörigkeit, Identität und kultureller Vielfalt. Damit bietet das Stück reichlich Stoff für translationswissenschaftliche Diskussionen. Welche Funktion haben unübersetzte Passagen? Wie beeinflussen Übertitel die Wahrnehmung? Welche Rolle spielt Translation für kulturelle Teilhabe?

Besonders spannend aus Sicht unseres Instituts ist die Übertitelung durch den Fachbereich Ungarisch. Diese wurde nicht als rein technische Begleitung, sondern als Teil der Dramaturgie verstanden. Wann wird welcher Text sichtbar? Was wird übersetzt, was bleibt unübersetzt? Translation wird so selbst Teil des Theatererlebnisses.

Wir möchten euch daher ermuntern, das Stück, welches im Rahmen des steirischen herbst ’26 aufgeführt wird, auch im Rahmen eurer Lehrveranstaltungen zu besuchen.

Weitere Vorstellungen: 15., 29. und 30. Oktober sowie 19. und 20. November 2026, jeweils um 20 Uhr im Schauraum des Schauspielhauses Graz.

Also: Raus aus dem Seminar, rein ins Theater! Mehrsprachigkeit und Translation live erleben und anschließend gemeinsam diskutieren. Wir freuen uns auf euch!

Das ÜT-Team
Edina, Kata, Sabine

Veranstaltung der AG Sprach- und Translationsdidaktik

  • „Übersetzung denken, Sprache entwickeln: translationsorientiertes Lehren und Lernen im Hochschulkontext“
  • Wann: 15. Oktober 2026, 18:00 Uhr
  • Wo: Recherchierraum
     
  • Keynote: Astrid Schmidhofer (Universität Innsbruck)
     
  • Podiumsdiskussion: Anouschka Foltz (Universität Graz), Astrid Schmidhofer (Universität Innsbruck), Eva Seidl (Universität Graz), Agnes Grond (Universität Graz)
     
  • Moderation: Bassem Asker (Universität Graz)

„Grenzen erkennen, reflektieren und gestalten – ein Hands-on-Workshop für Dissertant*innen“

  • Wann: 16. bis 17. Oktober 2026
  • Wo: Institut für Translationswissenschaft

An unserem Institut findet ein eineinhalbtägiger Workshop für Doktorand*innen der Translationswissenschaft in Österreich unter dem Titel “Grenzen erkennen, reflektieren und gestalten – ein Hands-on-Workshop für Dissertant*innen” statt. Der Workshop ist das Ergebnis des diesjährigen Doktoratskolloquiums unter der Leitung von Univ.-Prof. Şebnem Bahadır-Berzig und Univ.-Prof. Pekka Kujamäki. Insgesamt 15 Doktorand*innen aus Graz und Wien werden unter der Leitung von Mag.a Eli Eva Taxacher einen “Methodenkoffer” entwickeln, der Strategien für Grenzsetzung, den Umgang mit Unsicherheiten und emotionale Selbstfürsorge bereithält. Eine Besonderheit des Workshops liegt darin, dass genügend Finanzierungsmöglichkeiten gefunden wurden, um auf Teilnahmegebühren zu verzichten und somit einen niederschwelligen Zugang zu gewährleisten. Darüber hinaus stellt der Workshop ein neuartiges Format dar, das nicht nur eine wertvolle Gelegenheit für Doktorand*innen bietet, sich österreichweit zu vernetzen, kennenzulernen und mögliche gemeinsame Projekte anzustoßen, sondern auch über die einmalige Veranstaltung hinaus weiterentwickelt und nachhaltig etabliert werden kann. Die dabei gewonnenen Erfahrungen, entwickelten Methoden und entstandenen Netzwerke können als Grundlage für zukünftige Workshops, Vernetzungsformate und gemeinsame Projekte dienen.

Vortragsreihe „Brücken bauen statt Barrieren“

Die Arbeitsgruppe Kommunaldolmetschen lädt herzlich ein zum Workshop “To Play or Not to Play? A Workshop on the Game/Play of Interpreting from a Child’s Perspective”. Der Workshop findet am Montag, den 19. Oktober um 17 Uhr im Recherchierraum statt. Rabia Odabaşı, Doktorandin am ITAT und Forschungsassistentin an der Fatih Sultan Mehmet Vakıf Üniversitesi, die zum Kinderdolmetschen unter syrischen Migrant*innen in Istanbul forscht, lädt alle Studierenden, Lehrenden und Forschenden ein, mit der Methode der Dolmetschinszenierungen die Wahrnehmungen und Realitäten von Kinderdolmetscher*innen explorativ und performativ zu erkunden und erwachsenenzentrierte Sichtweisen zu hinterfragen.

Für alle Details sowie die Anmeldung per QR-Code: VORTRAGSREIHE BRÜCKEN BAUEN STATT BARRIEREN - Institut für Theoretische und Angewandte Translationswissenschaft

Lesung und Diskussion mit Susanna Yeghoyan

Am 24. Oktober 2026 wird im Rahmen der armenischen Kulturtage in Stuttgart eine Lesung und Diskussion mit Susanna Yeghoyan zu ihrem zuletzt übersetzten Roman aus dem Armenischen Jerewan von Mkrtitsch Armen stattfinden. Neben dem Roman wird ein Einblick in die Arbeit einer Literaturübersetzerin gewährt, und es geht unter anderem um allgemeine Themen wie den Herausforderungen beim Übersetzen und Kulturtransfer.

David Weiss und Eva Seidl bei High Noon – Didaktik zu Mittag

David Weiss und Eva Seidl sprechen über ihre langjährige Lehr- und Forschungskooperation, in deren Fokus die kollaborative hochschuldidaktische Aufbereitung des Dissertationsprojekts von David zum Gerichts- und Polizeidolmetschen im Rahmen einer von Eva geleiteten LV steht. Der Vortrag beleuchtet das entstandene Lernpotenzial für die beteiligten Studierenden, Lehrenden und Forschenden, gibt eine allgemeine Einführung zum Mehrwert dieses Lehrformats und geht näher auf die Konzeption und Umsetzung ein. Abschließend werden Erfahrungen mit Studierendenaktivierung sowie das Feedback der Studierenden zur Diskussion gestellt. Zu dem Format ist auch ein Beitrag im Neuen Handbuch Hochschullehre erschienen, der über die Universität Graz frei zugänglich ist:

https://www.nhhl-bibliothek.de/de/handbuch/gliederung/#/Beitragsdetailansicht/264/4066/Mit-Sprache-fuer-Gerechtigkeit%253A-Gerichts--und-Polizeidolmetschen-im-Zeichen-der-Menschenrechte---Ein-Dissertationsprojekt-hochschuldidaktisch-aufbereitet

Calls for Papers

Traduire les voix minorisées – – Translating Minoritised Voices

Université de Toulouse Jean-Jaurès, Frankreich, 22.-23. April 2027

Deadline für Einreichungen: 30. Oktober 2026

 

6th International Conference on Multilingual Digital Terminology Today: Design, Representation Formats and Management Systems

Eurac Research, Bolzano, Italien, 1.-2. Juli 2027

Deadline für Einreichungen: 18. Dezember 2026

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